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Aktuelles

Mit der Kellerassel aufs Waldsofa

Kinder der Löwenzahngruppe erleben Waldwoche / Besondere Aktion der KiTa „St. Petrus und Paulus“ Scharmede

Mit vielen Ästen bauten sich die Kinder in der Waldwoche ein Tipi. Schnell merkten sie, dass sich auch mit einfachen Mitteln ein guter Schutz gegen Regen finden lässt.

Mit Gummistiefeln in den Ewaldbach. Viel zu entdecken hatten die Kinder in der Waldwoche der KiTa St. Petrus und Paulus in Scharmede.

Scharmede. Ausgerüstet mit Rucksack, wetterfester Kleidung und einem vollgepackten Bollerwagen machten sich jetzt die Kinder der Löwenzahngruppe aus der KiTa St. Petrus und Paulus in Scharmede auf den Weg in den Wald. Dort sammelten sie Äste, bauten ein „Waldsofa“, und erkundeten Pfützen und Tierwelt des Waldbodens. Die Waldwoche hatten sich die Jungen und Mädchen nach einer Abstimmung gewünscht. Voller neuer Eindrücke, viel Wissen und begeistert von einer Woche an der frischen Luft waren sie sich zum Abschluss sicher: „Das machen wir noch einmal.“

Wollen wir in eine Waldwoche starten?, waren die Kinder zuvor gefragt worden. „Ja! Die Mehrheit hatte sich dafür entschieden“, berichtet KiTa-Leitung Maria Sehrbrock vom partizipativen Ansatz, die Kinder in die Mitbestimmung des KiTa-Programmes mit einzubinden. Mit wetterfester Kleidung ging es dann für eine ganze Woche in den Wald. Es hatte in der vorherigen Nacht so viel geregnet, dass der ganze Wald unter Wasser stand. Aber das war natürlich kein Grund, die Waldwoche abzusagen! Gerade in den größten Pfützen, hatten die Kinder den größten Spaß. „Der Wald ist auch bei Regen sehenswert und erlebbar“, stellten sie fest.

Im Wald angekommen, sammelten die Kinder Äste und Zweige. Daraus bauten sie gemeinsam ein „Waldsofa“. Auf diesem Sofa schmeckte das Frühstück nach getaner Arbeit besonders gut, begleitet von Vogelgezwitscher, stellten sie fest. Danach ging es endlich zum „Erkunden und Erforschen“ in die nähere Umgebung.

Einige Kinder bauten ein Tipi, wieder andere versuchten sich an einer Brücke über einen kleinen Bachlauf. Die vom Sturm umgestürzten Bäume samt Wurzeln luden zum Klettern und Balancieren ein. Unter abgestorbenen Baumrinden fanden die Jungen und Mädchen Kellerasseln, Tausendfüßler, Nacktschnecken und das „kleinste“ Schneckenhaus der Welt. Keinesfalls schreckten sie vor hautnaher Begegnung mit diesen Waldbewohnern zurück. Unter einem Baumstamm sprang ihnen ein Laubfrosch entgegen. Auch ein Reh und den „Maikäfer Hugo“ konnten sie beobachten. Die mitgebrachten Lupendosen waren in ständiger Nutzung. Überall gab es etwas zu entdecken.

Der Aufenthalt im Wald und der freien Natur stärkte dabei so ganz nebenbei ihr Immunsystem und trainierte motorische Fähigkeiten und das Gleichgewicht durch den unebenen Waldboden oder das Klettern auf Bäume, berichtete Maria Sehrbrock von den vielen willkommenen Erlebnissen der Aktionswoche. Die Wahrnehmung, Phantasie und Kreativität haben sich verbessert, die Kinder hätten zudem gelernt, die eigenen Grenzen besser einzuschätzen. Mit ihren Pädagogischen Fachkräften als Begleitung und Mitentdeckende, entwickelten die Kinder schnell eine positive Haltung zur Natur, die sie als etwas Wertvolles und Schützenwertes erlebten. Und auch das soziale Miteinander sei gestärkt worden, weil die Kinder sich gegenseitig Hilfestellung gegeben hätten und auch Hilfe angenommen hätten, berichtet die KiTa-Leitung.


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