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Neue Kita wird an Pater Riepe erinnern

Katholische Kirche engagiert sich mit dritter KiTa in Bad Driburg / Nutzung für bisherige städtische Einrichtung in der Alleestraße

Foto: Startschuss für die neue Katholische KiTa-Planung in bewährtem Gebäude an der Alleestraße in Bad Driburg: Pfarrer Hubertus Rath, Petra Spilker-Husemann und Holger Wibbe von der Kath. KiTa Hochstift gem. GmbH, Claudia Flormann aus dem Schulamt und Kreisjugendamtsleiter Christian Rodemeyer.

Bad Driburg. Wenn alles fertig gerichtet sein wird, dann gibt es nur Gewinner. Die Kinder in Bad Driburg haben eine neue Anlaufstelle, die Stadt freut sich mit Eltern über neue KiTa-Plätze, die Pfarrei hat eine gute Nutzung für ihre frühere Erwachsenenbildungsstätte und die Kath. Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH als Träger hat eine neue zweigruppige Einrichtung, in der sie ihr bewährtes Konzept umsetzen kann. Eine Entwicklung, die so gelungen ist, dass Vertreter aller beteiligten Institutionen nun gemeinsam den Startschuss für die Sanierung des Gebäudes an der Alleestraße gaben.

Innendrin ist schon vieles für die Bedürfnisse von Kindern gerichtet, hatte doch seit 2007 die städtische KiTa „Miteinander“ dort residiert. Die beiden Gruppen im Haus waren durch zwei weitere Gruppen in Containern vor der Tür ergänzt worden. Mit dem städtischen Neubau in der Georg Nave Straße und einem dortigen Ausbau auf sechs Gruppen ist die alte KiTa nun leer. Doch statt dort eine andere Nutzung zu suchen hatte die Stadt die katholische Kirche gebeten, auch noch über eine neue Einrichtung nachzudenken. Für Holger Wibbe, KiTa-Planer und Prokurist der Kath. KiTas Hochstift gem. GmbH, ging der Weg dort erst in die Gremien. Nach der Zusage von Kreis und Stadt, dass sie aufgrund der großen Nachfrage den Trägeranteil übernehmen wird, erklärte sich die Kath. KiTa Hochstift gem. GmbH bereit, dort zu planen. Zwei neue Gruppen, das entlaste die angespannte Lage deutlich, die künftig durch mehrere Kinder aus Flüchtlingsfamilien anwachse, freute sich Claudia Flormann vom Schulamt Bad Driburgs. Gemeinsam mit ihr war auch der Leiter des Kreisjugendamtes Christian Rodemeyer zum Ortstermin gekommen, um gemeinsam über die neue Einrichtung zu beraten.

Ein besonderes Patronat wird über der neuen KiTa stehen. Sie wird ab August nächsten Jahres unter dem Namen „Pater Franz Riepe“ an den Start gehen. Damit hat nun auch die Pfarrei eine Erinnerung an den Steyler Missionar und früheren Rektor im Missionshaus St. Xaver. Er hatte im Dritten Reich in Bad Driburg die Predigten von Kardinal von Galen, die Enzyklika des Papstes „Mit brennender Sorge“ sowie Hirtenschreiben holländischer Bischöfe unter seinen Priesterkollegen verbreitet. Dafür wurde er von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau gebracht, wo er 1942 nach einem Jahr an Hunger und Entkräftung starb.

Dass durch die Kath. KiTa Hochstift gem. GmbH nun die Kirchengemeinde einen versierten Träger für die dritte Katholische KiTa in Bad Driburg und gute Nutzung für das Gebäude gefunden hat, ist für Driburgs Pfarrer Hubertus Rath ein Glücksfall. Neben einer Straßenbenennung durch die Stadt, sei es nun zugleich gelungen, auch seitens der Kirchengemeinde an Pater Franz Riepe zu erinnern.

Für Prokurist und KiTa-Planer Holger Wibbe und seine Kollegin Petra Spilker-Husemann aus dem Fachbereich Immobilien des Gemeindeverbandes Hochstift in Paderborn beginnt nun die eigentliche Arbeit. Zunächst geht es darum, einen Sanierungsplan aufzustellen und Fördergelder für den Umbau einzuwerben. Rund 40 Kinder sollen in den zwei Gruppen betreut werden. Sie erwartet dann ab August nächsten Jahres ein achtköpfiges Team von Mitarbeitenden, die auch erst noch gesucht werden müssen. Dann aber haben die Kinder neben ihren Gruppenräumen auch einen Essraum, bislang eine Besonderheit der bisherigen Einrichtung, die auch die neue KiTa übernimmt.                                                                -si-

Text/Fotos: Christian Schlichter 

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