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Aktuelles

Seit einigen Monaten dürfen wir tierische Mitbewohner im Kindergarten St. Josef Menden willkommen heißen!

Es sind sogenannte Achatschnecken (afrikanische Riesenschnecken), die von nun an am Kindergarten-Alltag der Kinder und Erzieherinnen teilnehmen dürfen.

Die Kinder können sich um diese Tiere in Begleitung der Erzieherinnen kümmern wie z.B. füttern und bei der Pflege des Terrariums helfen.

In unserem Terrarium befinden sich drei Achatschnecken:   zwei wild-farbende Schnecken (Namen: Regenbogen und Pauli) und eine weiß-farbende (Albino) Schnecke (Name: Albi)

Die Achatschnecken kommen ursprünglich aus dem Regenwald und ernähren sich von Obst und Gemüse.  Sie sind nicht giftig und können auch nicht beißen.

Es gibt wenige Regeln im Umgang mit diesen Tieren:

Bitte nicht an die Glasscheibe des Terrariums klopfen (erschreckt die Tiere)

Seife, Parfüm oder Handcreme ist für die Haut der Schnecken sehr schädlich

Niemals die Schnecke von einem Gegenstand abziehen, sie könnte ihr Gehäuse verlieren und somit schwer verletzt werden

Durch die Anschaffung dieser kleinen, interessanten Lebewesen, können die Kinder viele neue Erfahrungen sammeln und von bzw. mit den Tieren gemeinsam lernen.  Wir können durch die verschiedenen Beobachtungen der Achatschnecken viele offene Fragen beantworten, wie die Schnecken leben und sich verhalten. Der Lebenszyklus der Tiere lässt außerdem die Kinder und auch Erzieherinnen einen Zugang zu Themen, wie Fortpflanzung und Tod bekommen. Ein essentielles Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder, die sich häufig zurückziehen, sich mit den Schnecken identifizieren können. Die Schnecke steht für Rückzug. Die innere Schnecke gibt uns allen die Erlaubnis, das eigene Tempo zu leben und auf unsere Weichheit zu achten. Die Schnecke macht aufmerksam auf unsere Verletzlichkeit. Die Kinder müssen im Umgang mit diesen Weichtieren ganz vorsichtig sein und werden dadurch unter anderem für den Umgang mit den Mitmenschen und Tieren sensibilisiert. Das Tier kann helfen, eigene Gefühle zu erspüren und zu kontrollieren und bei Krisen hilft es, sie zu bewältigen. Weiterer wichtiger Punkt ist die Sprache, denn diese ist das Tor zur Welt. Tiere, wie z.B. Schnecken motivieren die Kinder zur Sprache und unterstützen die sprachliche Entwicklung. Die Schnecken können den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Selbstvertrauen geben und somit gerade zurückgezogene Kinder erreichen und setzen sie nicht unter Druck, sich sprachlich zu äußern. Durch die tägliche Pflege der Schnecken, lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen und sozial zu handeln.

Wie werden die Kinder mit eingebunden:

Auf die Idee dieses Projektes brachten uns die Kinder mit vielen, vielen Fragen über Schnecken. Somit gaben wir ihnen die Möglichkeit, dieses Projekt mit viel Tatendrang und Unterstützung umsetzen zu können. Bei jedem weiteren Schritt spielten die Kinder eine wichtige Rolle. Durch Partizipationsmethoden, wie z.B. Gesprächskreise, werden die Kinder einbezogen und nehmen aktiv an jeglicher Handlung teil, wie beispielsweise die ,,Dekoration des Terrariums“ und den Stellplatz der Schnecken (Natürlich schauten die Erzieherinnen als Verantwortliche der Haltung darauf, wie es den Schnecken artgerecht am besten geht). Die Achatschnecken sollen fester Bestandteil unserer Einrichtung werden. Die Kinder sollen sie als stetigen Freund, Unterstützer und Begleiter des Kindergartenalltags mit allen Höhen und Tiefen sehen und behandeln.

-Ich fragte eine Schnecke, warum sie so langsam wäre. Sie antwortete, dadurch hätte sie mehr Zeit, die Welt zu sehen- Wolfgang J. Reus


Schwerpunktthema: Bücher in der Kita: in oder out?

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Katholische Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft gem. GmbHs im Erzbistum Paderborn